Talerstadt, Coolhausen und ein Kleistervulkan

Das war unsere etwas andere Kinderstadt im Krebelshof 2020: Zwei Wochen je 70 Kinder, zwei Wochen 18 Kindernöte-BegleiterInnen und vier Krebelshof-BegleiterInnen, eine Bürgermeisterin und ein Bürgermeister, 17 Gewerke, Sonne und Regen, eine Demo und frisch gekochtes Essen. Und noch viel mehr!

Nach der Premiere 2019 freuten sich unsere Kinder schon seit Monaten auf die Kinderstadt und dann – kam Corona. Lange Zeit war völlig unklar, ob und wie unsere Ferienfreizeit stattfindet. Nach bangen Wochen und viel Um-Organisieren konnten wir auf zwei Wochen verteilt loslegen, mit schon eingeübten Abstandsregeln und festen Gruppen. Das „Kinder Käseblatt“ erschien an mehreren Tagen. Frieda, Hope und Maya, das Redaktionsteam, führte Interviews, stellte einzelne Gewerke vor  – den Sportclub, die Gärtnerei, die Hörspielwerkstatt und das Chemielabor zum Beispiel – und verriet auch das ein und andere Geheimnis.

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„Die Preise sind zu hoch!“ hieß es in der ersten Woche plötzlich! Flugs schrieben die Talerstadtkinder Demo-Schilder und zogen vor den Talerstadt-Kiosk. „100 Taler für eine Tasche! Für 10 Taler kriegt man die im Supermarkt!“ Die Kiosk-Crew fürchtete wohl um ihren Umsatz und senkte die Preise! Das war wahrscheinlich das einzige Mal, dass in der Talerstadt und in Coolhausen eben nicht alles so lief wie in einer „richtigen“ Stadt…

Imran, Bürgermeister von Coolhausen (zweite Woche) hatte jedenfalls sehr klare Ziele: „Ich setze mich dafür ein, dass es im Krebelshof immer schön sauber ist, es Frieden herrscht und es allen gut geht.“ Der 11jährige aus der Gruppe Chorweiler Spielekids veranstaltete, wie auch seine Bürgermeisterkollegin der ersten Woche in der Talerstadt, Jana, 10 Jahre alt aus der Gruppe Roggendorfer Rocker, jeden Tag eine Sprechstunde. „Jeder kann kommen und sagen, wenn was nicht gut ist. Dann finden wir zusammen eine Lösung.“

Übers ganze Jahr geht das so in unseren Gruppen, in der Kinderstadt täglich eine Woche lang: Regeln werden zusammen ausgehandelt, alle hören allen zu, Streit wird ausgetragen und geschlichtet und die Zusammenkunft endet mit einer „Rakete“.

Das war auch der Abschluss der täglichen Theater von Kindern für Kinder-Aufführung in der Talerstadt und in Coolhausen: Applaus und Rakete!

Beides gibt es auch für unsere Förderer und Spender. Ohne sie hätte es auch in diesem Jahr keine so tolle Ferienfreizeit für 140 Chorweiler Kinder gegeben: die Stadt Köln, wir helfen – die Aktion des Kölner Stadtanzeiger für Kinder, und unser langjähriger Förderer Claus Dillenburger machten mit finanzieller Unterstützung zwei Wochen gemeinsames Spiel, jede Menge kreative Angebote und Bewegung möglich. Dafür ganz herzlichen Dank!

Und keine Talerstadt und kein Coolhausen ohne unser Team aus Kindernöte- und Krebelshof-Kräften: Anna, Sascha, Anna Maria, Isabel, Ana, Britta, Marcel, Andre, Linus, Ogulcan, Kristoffer, Rike, Benni, Michael, Pia, Nele, Doris, Philip, Vassilios, Martin, Anita und Angelo. Danke für Eure vielen Ideen und Euren Super-Einsatz!

Und Ron (Hieronymus Caspar Rönneper) hat uns seine Zeit und die tollen Fotos geschenkt, die hier zu sehen sind. Danke dafür!

Demnächst hier zu hören und zu lesen: Die Hörspiel-Produktionen und die weiteren Zeitungen aus Talerstadt und Coolhausen.

Fotos:
Hieronymus Caspar Rönneper

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